Vorlesung
Kirstein, Robert, Prof. Dr.
Anfang und Ende im Text. Eine etwas andere Geschichte der lateinischen Literatur
Zeit: Mi 10-12
Ort: Hegelbau, Großer Übungsraum 02
Beginn: 02.11.2016
Die Vorlesung befasst sich mit einem Strukturelement literarischer Texte, das sich von Homer bis in die Spätantike in nahezu allen Textarten findet. Was aber zeichnet ein Proömium oder ganz allgemein einen Textanfang aus, was ist typisch, was dagegen spezifisch und durch den jeweiligen Kontext bedingt? Welche Funktionen erfüllen Proömien für das jeweilige Werkganze, und wie stellen sie eine Verbindung zwischen Text und Rezipienten her? Welche Funktionen erfüllen umgekehrt Textschlüsse? Diese und andere Fragen werden anhand von Textbeispielen (in Original und Übersetzung) behandelt, die so ausgewählt sind, dass vor allem die Hauptwerke der antiken Literatur (u.a. Homer, Hesiod, Thukydides, Cicero, Sallust, Catull, Plinius, Tacitus, Augustinus) ins Zentrum treten.
Literatur: Gérard Genette, Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches, Frankfurt a. M. 1989 [franz. Original Paratextes 1987]; I. Männlein-Robert, Art. ‚Prooemium’, in: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 7, Tübingen 2005, 247-256; T. Janson, Latin Prose Prefaces. Studies in Literary Conventions, Stockholm 1964; Laura Jansen, The Roman Paratext. Frame, Texts, Readers, Cam­bridge 2014. – Weitere Literatur wird in der Vorlesung vorgestellt.
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