Seminar
Bareither, Christoph
Kulturtheoretische Diskussionen: Praxistheorie
Zeit: Do 14-16
Ort: SCHLOSS / 5-Eck-Turm, Seminarraum U209
Beginn: 20.10.2016
Praktiken, verstanden als historisch gewachsene und in permanente soziokulturelle Aushandlungsprozesse eingebundene Tätigkeitsformationen, sind eine zentrale analytische Kategorie der Empirischen Kulturwissenschaft. Das Seminar arbeitet verschiedene praxistheoretische Grundlagentexte auf und geht dann weiter zu verschiedenen spezifischeren praxistheoretischen Perspektiven (Wissenspraktiken, Emotionspraktiken, Medienpraktiken, Raumpraktiken, etc.). Dabei legt das Seminar wert darauf, dass Praxistheorien nicht nur theoretisch diskutiert, sondern auch in Hinblick auf ihr konkretes Erkenntnispotenzial für empirische Forschung hinterfragt werden. Dazu führen wir in Arbeitsaufträgen kleinere empirische Beobachtungen und Denkübungen durch, die dabei helfen herauszufinden, wann und wie praxistheoretische Perspektiven ethnografisch produktiv werden.
Literatur: Bourdieu, Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Frankfurt am Main 1979; Ortner, Sherry B.: Theory in Anthropology since the Sixties. In: Comparative Studies in Society and History, Vol. 26, No. 1 (Jan. 1984), S. 126-166; Reckwitz, Andreas: Grundelemente einer Theorie sozialer Praktiken. Eine sozialtheoretische Perspektive. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 32 (August 2003), H. 4, S. 282-301; Schatzki, Theodor R. / Cetina, Karin Knorr / von Savigny, Eike (Hg.): The Practice Turn in Contemporary Theory. London / New York 2001.
Bemerkungen:
Leistungsnachweis:
Anmeldung: per E-Mail direkt beim Dozenten anmelden