Vorlesung
Goumegou, Susanne, Prof. Dr.
Traumwissen und Traumpoetik in der französischen Literatur der Moderne
Zeit: Mo 14-16
Ort: Neuphilologicum, 036
Beginn: 24.10.2016
Der Traum scheint ein psychisches Phänomen zu sein, das in allen Kulturen und zu allen Zeiten vorkommt, eine anthropologische Konstante also. Dennoch erfährt der Traum in unterschiedlichen Kulturen und Epochen sehr unterschiedliche Bewertungen. Eine besondere Konjunktur erfährt er im 19. und 20. Jahrhundert in Zusammenhang mit einem Wandel des Subjektbegriffs und des Konzepts von Autorschaft. Die Vorlesung will der Frage nach dem Zusammenhang von Traumwissen und Traumpoetik in diesem Zeitraum nachgehen. Dazu soll sowohl der wissenshistorische Kontext skizziert werden wie auch wichtige literarische Beispiele analysiert werden. In der Vorlesung werden u.a. Texte von Baudelaire, Nerval, Rimbaud, Proust, Breton, Eluard, Leiris.
Literatur: Den Teilnehmer_innen wird nahegelegt, bereits vor Semesterbeginn Aurélia ou le rêve et la vie von Gérard de Nerval sowie Les vases communicants von André Breton zu lesen. Zur einführenden Lektüre sei weiterhin empfohlen: Jacqueline Carroy: Nuits savantes. Une histoire des rêves (1800 - 1945), Paris: ÉHÉSS 2012.
Bemerkungen:
Leistungsnachweis:
Anmeldung: Ãœber Campus oder in der ersten Sitzung.